
PSAgA im Gerüstbau: Mehr als nur ein Helm
Sicherheit auf der Baustelle ist kein Zufall, sondern das Ergebnis professioneller Ausrüstung und konsequenter Anwendung. Die PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) ist dabei das entscheidende Bindeglied. Sie schützt unsere Monteure dort, wo technische Schutzmaßnahmen allein nicht ausreichen. Bei Gevher Gerüstbautechnik gehört der fachgerechte Umgang mit der PSAgA zum absoluten Standard.
Kernkomponenten der PSAgA
Eine zuverlässige Ausrüstung besteht aus drei wesentlichen Elementen, die nur im Zusammenspiel optimal schützen:
Der Auffanggurt (nach EN 361): Er muss ergonomisch sitzen und die Kräfte bei einem Sturz sicher auf den Körper verteilen.
Das Verbindungsmittel mit integriertem Falldämpfer: Dieses Bauteil bremst einen Sturz sanft ab, um schwere Verletzungen durch ruckartige Belastungen zu verhindern.
Zertifizierte Anschlagpunkte: Die beste Ausrüstung hilft nichts, wenn sie nicht an einem geprüften und tragfähigen Punkt befestigt ist.
Einsatzbereiche und Pflichten
Die PSAgA kommt immer dann zum Einsatz, wenn der kollektive Gefahrenschutz (wie z.B. Geländer) noch nicht vollständig montiert ist oder aufgrund der Bauweise nicht angebracht werden kann.
Montage & Demontage: Sicherung der Monteure während der kritischen Aufbauphasen.
Besondere Gefährdungslagen: Arbeiten an exponierten Kanten oder bei schwierigen Witterungsverhältnissen.
Regelmäßige Sachkundigenprüfung: Nach DGUV Regel 112-198 lassen wir jede PSAgA-Ausrüstung jährlich von einem Fachmann prüfen und dokumentieren dies lückenlos.
„Professionalität im Gerüstbau erkennt man daran, wie ernst das Thema PSAgA genommen wird. Wir überlassen nichts dem Schicksal.“
Der Rettungsplan: Eine zwingende Voraussetzung
Die Verwendung von PSAgA ist untrennbar mit einem funktionierenden Rettungskonzept verbunden. Ein Auffanggurt schützt zwar vor dem Aufprall, birgt aber nach dem Sturz neue Risiken.
Vermeidung des Hängetraumas: Nach einem Sturz in den Gurt verbleibt nur ein kritisches Zeitfenster von wenigen Minuten für die Rettung. Da das Blut in den unteren Extremitäten versacken kann, ist eine schnelle Befreiung lebensnotwendig.
Bereitstellung von Rettungsgeräten: Auf jeder Baustelle müssen die entsprechenden Rettungshubgeräte vorhanden und das Personal im Umgang damit geschult sein. Die Rettungskette muss lückenlos definiert sein, bevor die Arbeit in der Höhe beginnt.
Lagerung, Pflege und Ablegereife
Die Zuverlässigkeit der Ausrüstung hängt maßgeblich von der Behandlung außerhalb der Einsatzzeiten ab:
Sachgemäße Aufbewahrung: Die PSAgA ist trocken und vor UV-Strahlung geschützt zu lagern, da Sonnenlicht die Kunststoffe der Gurte und Seile spröde machen kann.
Regelmäßige Reinigung: Verschmutzungen durch Bauchemie oder Öl müssen mit neutralen Reinigungsmitteln entfernt werden, um die Materialintegrität nicht zu gefährden.
Austauschfristen: Auch ohne erkennbare Schäden gilt eine maximale Lebensdauer. In der Regel wird die PSAgA nach 6 bis 8 Jahren ausgetauscht, da die Materialermüdung im Verborgenen stattfinden kann.
Die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards bei der PSAgA ist die Grundlage für jeden professionellen Gerüstbaubetrieb. Für fachliche Rückfragen zur Umsetzung auf der Baustelle oder zur Planung sicherer Projekte steht das Team von Gevher Gerüstbautechnik in Gelsenkirchen jederzeit zur Verfügung.
